Beeinflussen Einkommensungleichheiten die Sterblichkeit nach Todesursachen in Spanien?

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Beeinflussen Einkommensungleichheiten die Sterblichkeit nach Todesursachen in Spanien?

In Spanien zeigt eine tiefgehende Studie zwischen 2010 und 2019, dass das Einkommensniveau das Sterberisiko stark beeinflusst – und zwar je nach Alter, Geschlecht und Todesursache unterschiedlich. Die analysierten Daten umfassen mehr als 4 Millionen Todesfälle und 466 Millionen Personenjahre und bieten so einen präzisen Einblick in die sozioökonomischen Unterschiede im Angesicht des Todes.

Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen mit den niedrigsten Einkommen ein erhöhtes Risiko haben, an Kreislauferkrankungen, Atemwegserkrankungen, Verdauungskrankheiten, Infektionskrankheiten, endokrinen oder urogenitalen Erkrankungen zu sterben. Diese Unterschiede sind besonders ausgeprägt bei jungen Erwachsenen und Menschen mittleren Alters. Bei Kreislauferkrankungen kann das Risiko in den unteren Einkommensdezilen beispielsweise bis zu 50 % höher sein als im Durchschnitt. Diese Ungleichheiten verringern sich zwar mit zunehmendem Alter, bleiben aber selbst bei Senioren sichtbar.

Bei Krebs, psychischen Störungen und externen Ursachen sind die Muster komplexer. Bei Tumoren zeigen Frauen über 55 Jahren in einkommensstarken Gruppen manchmal ein leicht erhöhtes Risiko – ein Phänomen, das möglicherweise auf Unterschiede im Lebensstil, im Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen oder in der Behandlung zurückzuführen ist. Psychische und Verhaltensstörungen betreffen besonders Männer zwischen 40 und 59 Jahren aus benachteiligten Verhältnissen, was Ungleichheiten bei der Belastung durch Stress, Substanzkonsum oder den Zugang zu psychologischer Betreuung widerspiegelt.

Atemwegs- und Verdauungskrankheiten weisen besonders ausgeprägte Einkommensgefälle auf, vor allem bei Männern. Diese Unterschiede könnten mit Verhaltensfaktoren wie Alkoholkonsum oder riskanteren Arbeitsbedingungen zusammenhängen. Bei Erkrankungen des Nervensystems kehrt sich der Zusammenhang mit dem Einkommen bei älteren Menschen um: Hier zeigen wohlhabendere Gruppen manchmal ein höheres Risiko.

Diese Studie unterstreicht den anhaltenden Einfluss wirtschaftlicher Ungleichheiten auf die Gesundheit. Benachteiligte Bevölkerungsgruppen häufen im Laufe ihres Lebens Nachteile an – sei es durch die Exposition gegenüber ungesünderen Umgebungen, eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung oder häufigere Risikoverhaltensweisen. Die öffentliche Gesundheitspolitik sollte daher vorrangig diese Gruppen ins Visier nehmen, insbesondere bei chronischen Krankheiten und lebensstilbedingten Störungen, wo die Unterschiede am größten sind.

Bei Frauen könnte das Fehlen von Ungleichheiten oder sogar deren Umkehrung bei bestimmten Krebsarten auf die Effizienz des spanischen Gesundheitssystems zurückzuführen sein, insbesondere dank universeller Früherkennungsprogramme wie der Mammographie. Allerdings beginnt der in letzter Zeit gestiegene Tabakkonsum bei Frauen – traditionell weniger betroffen – diese Vorteile zu schmälern.

Die Studie betont auch, dass sich die Ungleichheiten je nach Geschlecht unterscheiden. Bei Männern sind die Gefälle bei Atemwegserkrankungen, Krebs und externen Ursachen ausgeprägter, während Frauen stärker von Unterschieden bei Kreislauf- oder endokrinen Erkrankungen betroffen sind. Diese Unterschiede spiegeln unterschiedliche Risikofaktoren wider, aber auch biologische und soziale Mechanismen, die für jedes Geschlecht spezifisch sind.

Zusammenfassend bestätigt diese Analyse, dass das Einkommen eine zentrale Rolle bei der Sterblichkeit spielt, wobei die Auswirkungen je nach Alter, Geschlecht und Todesursache variieren. Diese Ergebnisse erfordern angepasste Präventionsstrategien, die in der Lage sind, die Ungleichheiten bereits in den frühen Phasen des Erwachsenenlebens zu verringern, wo sie am stärksten sind.

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Attributions et sources

Origine de l’étude

DOI : https://doi.org/10.1007/s10198-026-01943-2

Titre : The socioeconomic gradient in mortality by cause of death, age and sex in Spain

Revue : The European Journal of Health Economics

Éditeur : Springer Science and Business Media LLC

Auteurs : Josep Lledó; Jose M. Pavía

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